Was steckt hinter der großen Militärübung des Irans an der Grenze zu Aserbaidschan?

Der Iran hält derzeit eine große Militärübung an der Grenze zu Aserbaidschan ab. Was ist der Grund dafür?

Die größten Militärübungen des Irans seit 30 Jahren an der Grenze zu Aserbaidschan zeigen, dass Teheran das Bündnis zwischen Israel und Aserbaidschan sehr ernst nimmt, schreibt die russische Zeitung Nesawissimaja Gaseta.

Der iranische Außenminister Hossein Amirabdollahian sagte am Samstag, dass der Iran die Anwesenheit eines „falschen zionistischen Regimes und dessen provokative Aktionen in der Nähe seiner Grenzen“ nicht dulden werde, nachdem verschiedene Medien den ehemaligen US-Kongressabgeordneten Eliot Engel zitiert hatten, der sagte, dass Israel plane, aserbaidschanische Militärbasen zu nutzen, wenn es notwendig werde, die iranischen Atomanlagen anzugreifen, und dass es eine entsprechende Vereinbarung mit Aserbaidschan gebe.

Niemand in Baku hat sich dazu geäußert, aber das Verteidigungsministerium des Landes hat die aserbaidschanische Armee in die höchste Stufe der Kampfbereitschaft versetzt, und das auch in der Zone der Anwesenheit der russischen Friedenstruppen.

Der Militärexperte Nikolai Shulgin erklärte gegenüber der Nesawissimaja Gaseta, das iranische Außenministerium habe sich gegen die Nutzung terroristischer Verbindungen Aserbaidschans im Konflikt mit Armenien ausgesprochen und dabei angedeutet, dass es militärische Gruppen gebe, die mit dem ISIS verbunden seien. Shulgin meint, dass die verstärkten militärischen Aktivitäten an der Grenze zwischen dem Iran, Aserbaidschan und der Türkei für Russland von Vorteil sind, weil sie Baku geopolitisch in die Schranken weisen und den Einfluss der Türkei im Südkaukasus zurückdrängen.

Auch wenn die Rhetorik von Ankara und Baku alles andere als freundlich war, bedeutet dies nicht, dass es bald zu einem Krieg kommen wird. Es bedeutet jedoch, so die Zeitung, dass der Iran seine Beziehungen zu Aserbaidschan im Falle eines Konflikts neu bewertet.

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