Austin stellt Ukraine & Georgien „offene Türe zur NATO“ in Aussicht

Werden die Ukraine und Georgien bald NATO-Mitglieder? Wenn es nach US-Außenminister Austin geht, dann auf jeden Fall.

Verteidigungsminister Lloyd Austin reist diese Woche nach Osteuropa, wo er Berichten zufolge den Ländern an der „vordersten Front der russischen Aggression“ – insbesondere der Ukraine und Georgien – mitteilen wird, dass es eine „offene Tür zur NATO“ gibt, wie ein hochrangiger Verteidigungsbeamter in der Washington Times berichtet.

Seine Reise wird ihn in beide Länder führen, danach wird er nach Rumänien und weiter nach Belgien reisen, um an einem Treffen der NATO-Verteidigungsminister teilzunehmen. „Wir beruhigen und stärken die Souveränität der Länder, die an vorderster Front der russischen Aggression stehen“, so der ungenannte hochrangige US-Beamte weiter.

Sowohl in der Ukraine als auch in Georgien kam es in letzter Zeit zu Grenzkonflikten und Spannungen mit dem großen, mächtigeren Nachbarn – darunter der russisch-georgische Krieg von 2008, bei dem es um den Status von Südossetien und Abchasien ging. Auch der Ukraine-Konflikt (Donbass und Krim) ist nach wie vor am köcheln.

„Vor diesem Hintergrund wird Herr Austin den ukrainischen und georgischen Staatsoberhäuptern erklären, dass die Tür zur NATO-Mitgliedschaft offen steht und dass jedes Land Schritte unternehmen sollte, um sich für die Mitgliedschaft zu qualifizieren“, so die Washington Times weiter.

Was die Ukraine anbelangt, deren Präsident Wolodymyr Zelensky Anfang des Jahres provokativ erklärte, dass die NATO-Mitgliedschaft der einzige Weg sei, den Krieg im Donbass zu beenden“, so wird Austin laut einer Ankündigung des Verteidigungsministeriums über die offizielle Reise voraussichtlich seine unerschütterliche Unterstützung“ betonen:

In der Ukraine wird der Minister mit Präsident Volodymyr Zelensky und Verteidigungsminister Andrii Taran zusammentreffen, um unsere unerschütterliche Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine zu bekräftigen. Der Besuch wird auch dazu dienen, die Fortschritte der Ukraine bei der Umsetzung von Reformen im Verteidigungsbereich und in der Verteidigungsindustrie zu erörtern, die notwendig sind, um die euro-atlantischen Bestrebungen des Landes voranzubringen, sowie die regionale Zusammenarbeit zwischen den Verbündeten und Partnern im Schwarzmeerraum.

Kurz vor Austins Ankunft in der Region nutzte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow die Gelegenheit, in einem Interview mit einem französischen Fernsehsender die „rote Linie“ Russlands zu bekräftigen: „Ein Beitritt der Ukraine zur NATO wäre der schlimmste Fall“, auf den Moskau mit den notwendigen „aktiven Maßnahmen“ reagieren würde. https://www.rt.com/russia/537750-ukraine-join-nato-kremlin/

Lesen Sie auch:  Religionskonflikte in Indien - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

„Dies ist ein Szenario, das über die roten Linien der nationalen Interessen Russlands hinausgeht. Dies ist ein Szenario, das Russland zwingen könnte, aktive Maßnahmen zu ergreifen, um seine eigene Sicherheit zu gewährleisten“, sagte Peskow. Zu den Vorwürfen, Russland bedrohe die Souveränität der Ukraine durch eine umfangreiche Truppenaufstockung, sagte er: „Bevor die russischen Truppen in diese Region verlegt wurden, fanden große NATO-Übungen in der Nähe der russischen Grenze statt. Jeder spricht ständig über die Konzentration russischer Truppen, aber niemand spricht über die Konzentration von NATO-Truppen“.

Austins Reise folgt auf einen seltenen Besuch der Unterstaatssekretärin Victoria Nuland in Russland, bei dem eine US-Delegation nach eigenen Angaben produktive Gespräche mit der russischen Seite zur Wiederherstellung der verschlechterten Kommunikation mit Washington führte.

 

Hier können Sie uns folgen und unsere Artikel teilen:
Pin Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.