Russische und chinesische Streitkräfte versprechen vertiefte militärische Zusammenarbeit

Russland und China werden militärisch enger zusammenarbeiten, wie der chinesische Verteidigungsminister mitteilte. In Moskau teilt man diese Ansicht.

Im Anschluss an die jüngsten gemeinsamen russisch-chinesischen strategischen Übungen, die unter dem Namen „Sibu/Interaction 2021“ diese Woche in der nordwestchinesischen Region Ningxia stattfanden, gab Chinas Verteidigungsminister Wei Fenghe am Freitag bekannt, dass die chinesische und die russische Armee vereinbart haben, die militärische Zusammenarbeit zu verstärken, um „Stabilität“ zu gewährleisten und „den Frieden“ weltweit zu schützen.

Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Sicherheitslage durch den rasanten Vormarsch der Taliban in Afghanistan und den Abzug der US-Truppen zusehends verschlechtert.

„Die Welt wurde von einer groß angelegten Pandemie heimgesucht und ist Zeuge zahlreicher Veränderungen. Unter diesen Bedingungen werden die Armeen Chinas und der Russischen Föderation ihre strategische Interaktion und umfassende pragmatische Zusammenarbeit verstärken“, wurde Fenghe vom chinesischen Außenministerium zitiert.

„Wir werden einen weiteren wichtigen Beitrag zur Erhaltung von Frieden und Stabilität auf unserem Planeten leisten“, betonte der oberste Verteidigungsminister. Die Erklärung kommt in einer Zeit, in der beide Länder zunehmend von gezielten US-Sanktionen betroffen sind und die Spannungen im Südchinesischen Meer und insbesondere in Bezug auf Taiwan weiter zunehmen, da Biden vor kurzem den ersten größeren Waffenverkauf der US-Regierung an die von Peking abtrünnige Insel in diesem Monat genehmigt hat.

Die Erklärung folgt auch auf einen kürzlich veröffentlichten ausführlichen Bericht des russischen Außenministeriums, in dem Washington beschuldigt wird, eine destabilisierende Kraft zu sein und die Menschenrechte in der ganzen Welt zu verletzen. „Die Vereinigten Staaten verletzen weiterhin in grober Weise die Menschenrechte sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes, unter anderem durch illegale einseitige Zwangsmaßnahmen (Sanktionen)…“, heißt es in dem russischen Regierungsdokument.

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Und in einer weiteren Entwicklung, über die am Freitag viel berichtet wurde, erwägt die CIA die Schaffung einer auf China ausgerichteten Spionageabteilung. Den Berichten zufolge:

Die Central Intelligence Agency (CIA) erwägt Vorschläge zur Schaffung eines unabhängigen „Missionszentrums für China“, um einen besseren Einblick in den wichtigsten strategischen Rivalen der Vereinigten Staaten zu erhalten, wie mit den Überlegungen vertraute Personen berichten.

Der Vorschlag, der Teil einer umfassenderen Überprüfung der China-Kapazitäten der Behörde durch CIA-Direktor William Burns ist, würde den Fokus auf China innerhalb der Behörde erhöhen, wo China seit langem Teil eines umfassenderen „Missionszentrums für Ostasien und den Pazifik“ ist.

Zweifellos haben die CIA und das Pentagon diese jüngsten gemeinsamen Militärübungen zwischen China und Russland, die angeblich die ersten ihrer Art seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind, genau verfolgt.

Das Wall Street Journal berichtete: „Die Übungen, die am Montag in der Region Ningxia begannen, konzentrieren sich nach Angaben der Verteidigungsministerien beider Länder auf die Terrorismusbekämpfung und die gemeinsame Aufrechterhaltung von Sicherheit und Stabilität in der Region.“

Russische Medien berichteten, dass an den Übungen über 10.000 Soldaten, etwa 200 Panzer, 90 Artilleriegeschütze und über 100 Militärflugzeuge beider Seiten beteiligt waren.

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