Nationalismus und Kolonialismus in Europa

Niemand regt sich bei uns über das noch immer kolonialistische Verhalten der Franzosen, Holländer, Portugiesen, Engländer und der USA auf. An sich sollte man meinen, dass diese Zeiten doch schon längst hinter uns liegen.

Wenn Frankreich mit seiner Fremdenlegion mal wieder in Afrika einfällt, tut die Presse hierzulande so, als sei sie blind. Alles was nicht europäischen Denkmustern folgt, sind für die Presse und unsere Politik so und so Terrororganisationen. Wenn dann aus Afrika Heerscharen von Flüchtlingen sich durch Schlepper bei uns unterbringen lassen, ruft man als guter Demokrat am besten zu Spendenaktionen auf. Kinders – das ist doch keine Politik.

Was für die Franzosen Mali ist, ist für uns Namibia. Ja – vielleicht doch nicht ganz. Die Franzosen haben Soldaten in ihrer ehemaligen Kolonie, die die Eigenständigkeit malischer Bewegungen mit Waffengewalt unterdrücken – und wir zahlen endlich damit Herero und Nama in Namibia zufrieden sind. Deutsche Politiker lassen sich auf diesem Gebiet gern einfach vorführen, ohne die damaligen Vorgänge zu reflektieren.

Wie viele Eingeborenenstämme sind durch Frankreich, die Niederlande, Portugal und England in den letzten 100 Jahren für immer vom Erdboden verschwunden? Wollte hier bei uns jemand widersprechen, dass es in unserer ehemaligen Kolonie um Völkermord ging, der würde bald zu den aus dieser Gesellschaft Ausgestoßenen zählen.

Zu den für normale Politiker nicht zu Duldenden zählt zur Zeit hier bei uns vor allem die AfD. Trotz massiven Presse-Engagements vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt haben die Rechten dennoch jeden 5. Wähler auf ihrer Seite. Aber was ist das für eine Demokratie, wenn diese Partei – obwohl zweitstärkste Kraft – schon vorher von jeder Regierungsbildung, ja von jeder Zusammenarbeit mit anderen Parteien ausgeschlossen wird? Unsere Demokratieaufseher vergessen was Demokratie einmal war. Die gesamte Presse ist darin gleichgeschaltet, damit sich ja keiner wagt den Altparteien den Rücken zu kehren. Von objektiver Berichterstattung ist schon lange keine Rede mehr.

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Für die Altparteien gelten andere Gesetze – es darf geschummelt und gelogen werden wie jetzt mit den Lebensläufen, der Gesundheitsminister darf jede kreative Geschäftsidee der Pharmaindustrie auf Kosten der Bevölkerung bedienen – das scheint alles nicht so schlimm zu sein. Aber wehe jemand bekennt sich zu Deutschland.

Was muss passieren damit vaterlandslose Gesellinnen und Gesellen aufhören Deutschland schlecht zu machen? Wieso schreiten nirgendwo Gerichte ein? Es geht um die Grundfesten der Demokratie. Demographen können sicher einschätzen, ab welchem Prozentsatz die Gemengelage umkippt und es zur Revolution kommt – oder zur Abspaltung der neuen Bundesländer.

Auch dass der ehemalige Chef des Bundesverfassungsschutzes inzwischen zu einem Problem für die CDU geworden sei – das Ganze hat mehr mit Pressehörigkeit als mit Politik zu tun.

Von Hans Jürgen Klose

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