Finnlands Außenminister ruft zur Zusammenarbeit zwischen EU und Russland auf

Die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und Russland sei wertvoll und auch Moskau profitiere davon, sagte der finnische Außenminister Pekka Haavisto in einem Interview mit RBC.

Er wies darauf hin, dass viele Unternehmen aus Ländern der Europäischen Union Arbeitsplätze in Russland geschaffen hätten, darunter auch zahlreiche finnische Firmen, die im Land aktiv seien. Laut dem Spitzendiplomaten basieren die bilateralen Beziehungen zwischen Finnland und Russland auf der Suche nach Lösungen, insbesondere was den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie betrifft.

Haavisto zeigte sich zuversichtlich, dass der Handel zwischen beiden Ländern bald wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen wird. Es gibt viele Bereiche, in denen Helsinki und Moskau die Zusammenarbeit verstärken könnten, unter anderem in der Abfallwirtschaft und der Forstwirtschaft, präzisierte er.

Nach Ansicht des finnischen Spitzendiplomaten ist es entscheidend, die Gründe für die Abschwächung der EU-Russland-Beziehungen herauszufinden. Die Europäische Union sei bereit, den Dialog mit Russland aufrechtzuerhalten. Der EU-Spitzendiplomat Josep Borrell habe Moskau im Februar besucht, betonte Haavisto und fügte hinzu, er selbst habe sich 2021 zweimal mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow getroffen.

Finnlands Außenminister betonte auch die Notwendigkeit, dass die EU und Russland sich trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten austauschen. Haavisto hob die Zusammenarbeit im Rahmen des Schengener Abkommens hervor, das für viele Russen wichtig ist, da es ihnen ermöglicht, nicht nur in das Zielland, sondern auch in alle anderen Schengen-Staaten zu reisen.

Laut Haavisto gibt es viele Bereiche, in denen ein Dialog erforderlich ist, darunter der Kampf gegen den Klimawandel, der Umweltschutz und das Gesundheitswesen. Die Zusammenarbeit zur Lösung solcher gemeinsamer Probleme liegt im Interesse aller Parteien. Darüber hinaus sei es sehr wichtig, die persönlichen Kontakte aufrechtzuerhalten, die während der Pandemie eingeschränkt werden mussten, betonte der finnische Spitzendiplomat.

Hier können Sie uns folgen und unsere Artikel teilen:
Pin Share
Lesen Sie auch:  Russland hat keine Pläne, größere Bodentruppen nach Zentralasien zu entsenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.