Nach israelischer Präventivschlagdrohung feuert der Iran Cruise Missiles ab

Teheran zeigt Jerusalem und Washington mit einer Marineübung, dass man abwehrbereit ist, sollte man militärisch angegriffen werden. Die Spannungen in der Region wachsen.

Der Iran ist derzeit mit einer zweitägigen Marineübungen im Golf von Oman beschäftigt, die am Mittwoch begann. Entscheidend auch in einer Zeit der steigenden Spannungen mit den USA und Israel, hat der Iran Marschflugkörper als Teil der provokativen Marineübung abgefeuert.

„Das Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen von Raketen, die sowohl von Landeinheiten als auch von Schiffen auf See abgefeuert wurden, ging aber nicht näher auf deren Reichweite oder andere Details ein. Im Juli sagte der Iran, er habe Marschflugkörper mit einer Reichweite von etwa 280 Kilometer (rund 275 Meilen) testweise abgefeuert,“ berichtet die Associated Press unter Berufung auf staatliche iranische Medien.

Der iranische Militärsprecher Adm. Hamzeh Ali Kaviani kündigte an: „Feinde sollten wissen, dass jede Verletzung und jedes Eindringen in die iranischen Seegrenzen von den Marschflugkörpern sowohl von der Küste als auch vom Meer aus angegriffen wird.“

Die iranische Marine nutzt die Übungen auch, um ihr bisher größtes, im Inland gebautes Militärschiff zu präsentieren:

Das inländisch gefertigte Vorwärtsbasisschiff IRIS Makran, das bis zu fünf Hubschrauber tragen können soll, gesellte sich zur Flotte mit einem weiteren Schiff, das in der Lage ist, Raketen abzuschießen.

Das 228 Meter lange Kriegsschiff, das zuvor ein Öltanker war, wurde umfunktioniert, um logistische Unterstützung zu leisten, Such- und Rettungsmissionen durchzuführen, Spezialkräfte einzusetzen, Nachschub zu liefern und zu transportieren, medizinische Hilfe zu leisten und als Basis für Schnellboote zu dienen.

Dieser jüngste Marschflugkörper-Test ist zweifellos auch ein direktes Signal an Israel und die Vereinigten Staaten, angesichts der jüngsten Drohungen aus Tel Aviv, dass das israelische Militär einen Präventivschlag durchführen wird, wenn es Beweise dafür gibt, dass die Islamische Republik an der Schwelle zur Herstellung eines Atomsprengkopfes steht.

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So berichtete die Times of Israel gestern über „eine der eindringlichsten Äußerungen eines israelischen Offiziellen“, nämlich Tzachi Hanegbi vom Likud – ein enger Verbündeter von Premierminister Benjamin Netanjahu -, der „damit drohte, dass Israel das iranische Atomprogramm angreifen könnte, wenn die Vereinigten Staaten dem Atomabkommen wieder beitreten, wie der designierte US-Präsident Joe Biden angedeutet hat, dass er das vorhat.“

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