Die NATO fing 350 Mal russische Kampfjets ab

Die NATO zog ihre Kampfjets in Europa im Jahr 2020 mehr als 400 Mal zusammen, vor allem um anfliegende russische Militärflugzeuge abzufangen, sagte das Militärbündnis.

Rund 350 dieser Einsätze seien als Reaktion auf russische Militärflugzeuge erfolgt, teilte die NATO in einer Erklärung mit. Während dies eine „moderate“ Zunahme im Vergleich zu 2019 darstellt, kommt es inmitten Russlands wachsender militärische Aktivität in der Nähe der NATO-Perimeter. Diese erfolgen vor allem, weil die NATO ihrerseits ihre militärischen Aktivitäten nahe der russischen Grenzen erhöhte.

„In den letzten Jahren, wir haben ein erhöhtes Maß an russischen militärischen Luftaktivitäten in der Nähe der Grenzen der Allianz gesehen,“ sagte NATO-Sprecher Oana Lungescu in einer Erklärung.

Eine der potenziellen Gefahren, die von unangekündigten russischen Militärflugzeugen ausgehen, seien Passagierflugzeuge, die in ihrer Nähe fliegen, behauptet die NATO.

„Russische Militärflugzeuge senden oft keinen Transpondercode, der ihre Position und Höhe angibt, legen keinen Flugplan vor oder kommunizieren nicht mit den Fluglotsen, was ein potenzielles Risiko für zivile Flugzeuge darstellt“, so die Allianz in einer Erklärung.

Die NATO unterhält etwa 40 Luftüberwachungsradare und Meldeknotenpunkte in Europa. Etwa 60 Jets sind ständig im Einsatz, um auf Flugzeuge zu reagieren, die internationale Flugregeln missachten oder sich in Not befinden. Die Allianz setzt ihre Jets ein, um auf Eindringlinge in der Luft und auf zivile Flugzeuge zu reagieren, die aus Gründen wie technischen Problemen oder Entführungen den Kontakt zur Flugsicherung verlieren.

„Wir sind immer wachsam“, sagte Lungescu. „NATO-Kampfjets sind rund um die Uhr einsatzbereit, um bei verdächtigen oder unangekündigten Flügen in der Nähe des Luftraums unserer Verbündeten zu starten. Air Policing ist ein wichtiges Instrument, mit dem die NATO die Sicherheit ihrer Mitglieder gewährleistet.“

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Die Allianz, die aus 30 Mitgliedsstaaten besteht, arbeitet auf der Grundlage eines Systems der gegenseitigen Verteidigung, bei dem ein Angriff auf ein Land mit einer gemeinsamen Antwort beantwortet wird. Weitere 20 Länder, darunter Russland und eine Reihe ehemaliger Sowjetrepubliken, sind Mitglieder des NATO-Programms „Partnerschaft für den Frieden“, das darauf abzielt, durch militärische Zusammenarbeit an verschiedenen Fronten, einschließlich Ausbildung und Katastrophenhilfe, Vertrauen zwischen den Teilnehmerstaaten zu schaffen.

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