Washington will Militärdrohnen an Taiwan liefern

Die Eskalationspolitik Washingtons gegenüber Peking gewinnt an Fahrt. Nun sollen auch Militärdrohnen an Taiwan geliefert werden. Das könnte zu chinesischen Vergeltungsmaßnahmen führen.

Washington erhöht den Einsatz gegen China mit einem neuen direkten Frontalangriff auf die jahrzehntelange offizielle „Ein-China“-Politik, die den Status quo in Taiwan bewahrt hat.

In den vergangenen Tagen war klar, dass etwas Großes auf uns zukommt, da das chinesische Außenministerium am Mittwoch scharfe Kritik an der geplanten Taipeh-Reise von Arbeitsminister Alex Azar übte.

Zum ersten Mal überhaupt wollen die USA High-Tech-Militärdrohnen an Taiwan verkaufen, was sicherlich Wut in Peking auslösen wird.

„Die Vereinigten Staaten verhandeln zum ersten Mal über den Verkauf von mindestens vier ihrer großen hochentwickelten Flugdrohnen an Taiwan, wie sechs US-Quellen, die mit den Verhandlungen vertraut sind, berichten, in einem Geschäft, das wahrscheinlich zu Spannungen mit China führen wird“, berichtet Reuters über die Einzelheiten.

Konkret handelt es sich um Überwachungsdrohnen der SeaGuardian, die die Reichweite weit über die Möglichkeiten der derzeitigen Drohnenflotte Taiwans hinaus erweitern werden. Sie sollen bis zu 6.000 nautische Meilen oder 11.100 km erreichen.

Sie werden als stark modifizierte Versionen der tödlichen MQ-9 Reaper-Drohnen beschrieben, die in der Lage sind, fortschrittliche Raketen und Zieltechnologie zu tragen.

Der Kongress hat sie noch nicht genehmigt, wie Reuters berichtet, aber es wird erwartet, dass dies geschieht:

Während der Verkauf der unbemannten Luftfahrzeuge stillschweigend vom Außenministerium genehmigt wurde, sagten zwei der Personen, es sei nicht bekannt, ob die US-Beamten den Export der Drohnen mit angebrachten Waffen genehmigt haben, sagte einer von ihnen.

Es wird erwartet, dass es von den US-Gesetzgebern bereits im nächsten Monat formell aufgegriffen wird.

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Aber zweifellos werden die Schlagzeilen der New York Times ausreichen, um angesichts des sich bereits verschlechternden Zustands der Beziehungen eine neue Runde wütender hin- und hergehender Anschuldigungen zwischen den USA und China zu entfachen, und dann ist da noch die Frage des anhaltenden militärischen Aufbaus und der Spannungen im Südchinesischen Meer.

Man fragt sich, ob diese anhaltenden Sticheleien tatsächlich so weit führen sollen, dass der chinesische Drache erwacht und dem amerikanischen Seeadler die Schwingen versengt.

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