Wegen Libyen: Türkisch-Ägyptische Spannungen nehmen zu

Die Türkei wird vor der libyschen Küste eine massive Marineübung in „Botschaft an Ägypten“ durchführen. Die Lage in der Region droht zu eskalieren.

Von Redaktion

In einem spürbaren Schritt in Bezug auf Zeitpunkt und Ort kündigte die türkische Marine an, bald massive Marineübungen vor der libyschen Küste durchzuführen. Türkische Medien zitierten die Marine mit den Worten, dass die erwarteten Manöver „Naftex“ heißen und vor der libyschen Küste in drei verschiedenen Regionen stattfinden würden und jeweils einen besonderen Namen tragen würden, nämlich „Barbaros“, „Targot Rais“ und „Chaka Bay“.

Darüber hinaus gab die in der Türkei ansässige Zeitung Yeni Safak bekannt, dass die Militärübungen unmittelbar bevorstehen und dass sie im Vorgriff auf einen Krieg im östlichen Mittelmeer trainiert werden, zusätzlich zu den als eskalierend bezeichneten Spannungen in Libyen zwischen Ägypten und der Türkei.

Der ägyptische Militärexperte Generalmajor Samir Ragheb kommentierte die türkischen Militärmanöver vor der Küste Libyens als gefährliche diplomatische Botschaft namens „Schlachtschiffdiplomatie“.

Ragheb sagte in einem Interview mit RT Arabic in dieser Woche, dass die türkischen Militärmanöver Ankaras Feinden eine strenge Warnung senden, dass sie bereit sind, ihre Streitkräfte einzusetzen, um jede Bedrohung zu bekämpfen.

Der ägyptische Militärexperte war der Ansicht, dass diese Manöver als Reaktion auf die Zerstörung des türkischen Luftverteidigungssystems auf der Militärbasis Al-Watiyah südlich der libyschen Hauptstadt Tripolis in der vergangenen Woche erfolgten.

Insbesondere glaubt Ragheb, dass die Türkei eine Nachricht an Ägypten sendet, das derzeit die Ereignisse in Libyen sehr genau beobachtet, insbesondere an der Sirte-Front im Norden des Landes.

Der ägyptische Militärexperte sagte, dass die türkischen Marineübungen entlang der libyschen Küste keine Überraschung seien, da Ankara versucht, seine Feinde zu erschrecken.

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Er fügte hinzu, dass diese Marineübungen die Entscheidung Ägyptens über Sirte und Al-Jafra nicht beeinflussen werden, und wies darauf hin, dass sie für Kairo „rote Linien“ bleiben.

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