USA nehmen an indischer Marineübung teil

Ein amerikanischer Flugzeugträger und mehrere US-Kriegsschiffe nehmen an einer indischen Marineübung Teil. Dies nur kurz nach den tödlichen Zusammenstößen an der indisch-chinesischen Grenze.

Von Redaktion

Nach den Grenzkonflikten zwischen der indischen und der chinesischen Armee entlang der „Line of Actual Control“ in Ladakh im vergangenen Monat, die zu einer noch nie dagewesenen Zahl von Opfern auf beiden Seiten führten (es wurde bestätigt, dass mindestens 20 indische Soldaten getötet wurden), haben die Vereinigten Staaten gemeinsam mit dem indischen Militär groß angelegte Marineübungen in der Region durchgeführt.

Insbesondere die Strike Group des US-Flugzeugträgers USS Nimitz führte die gemeinsamen Übungen im Indischen Ozean durch, was in Berichten als „ein Zeichen der wachsenden Zusammenarbeit zwischen den beiden Seestreitkräften in der Region“ sowie zur Unterstützung eines „freien und offenen Indopazifiks“ beschrieben wird.

„Während sie zusammen operierten, führten die US-amerikanischen und indischen Seestreitkräfte High-End-Übungen durch, die darauf abzielten, die Ausbildung und Interoperabilität, einschließlich der Luftverteidigung, zu maximieren“, sagte die US-Marine in einer Erklärung.

„Marineeinsätze wie diese Übungen verbessern die Zusammenarbeit der US-amerikanischen und indischen Seestreitkräfte und tragen dazu bei, dass beide Seiten in der Lage sind, Bedrohungen auf See, von Piraterie bis hin zu gewalttätigem Extremismus, zu begegnen“, fügte sie hinzu.

Es ist noch unklar, wie lange die laufenden gemeinsamen Übungen dauern werden, aber es ist eine klare Botschaft an Peking, nachdem die Spannungen in der Region sprunghaft angestiegen sind. Die USS Ronald Reagan befindet sich ebenfalls im Gebiet des Südchinesischen Meeres, führt aber derzeit separate Missionen im Zusammenhang mit der „Freiheit der Schifffahrt“ durch.

Zur US-Seite gehören laut militärischen Publikationen der Träger USS Nimitz, der Lenkwaffenkreuzer USS Princeton sowie die Lenkwaffenzerstörer USS Sterett und USS Ralph Johnson. Auf Seiten der indischen Marine sind der Zerstörer Rana, die Fregatten Sahyadri und Shivalik sowie die Anti-U-Boot-Korvette Kamorta beteiligt.

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Die Übungen wurden in der Nähe der indischen Andamanen- und Nikobaren-Inseln durchgeführt, die in der Nähe der Melaka-Straße liegen, einer der weltweit verkehrsreichsten Schifffahrtsrouten für Handel und Treibstoff, so eine indische Quelle.

Zur Lösung der bestehenden Spannungen zwischen Neu Delhi und Peking dürften diese gemeinschaftlichen Militärübungen allerdings nicht beitragen. Die Chinesen befürchten eine ständige US-Militärpräsenz in Nordindien, von wo aus die US-Luftwaffe im Ernstfall tief in das chinesische Hinterland eindringen könnte.

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