Botschaft an die Türkei: Frankreich und Ägypten führen gemeinsame Marineübungen im Mittelmeer durch

Frankreich und Ägypten setzen mit gemeinsamen Marineübungen im östlichen Mittelmeer gegenüber der Türkei ein Zeichen. Ankara übt ebenfalls Krieg in der Region…

Am Samstag führten die ägyptischen und französischen Seestreitkräfte unter Beteiligung jeweils einer ägyptischen und äranzösischen Fregatte (ACONIT) Marineübungen im östlichen Mittelmeer durch.

Diese gemeinsamen Marineübungen finden zu einer Zeit statt, in der Ägypten, Griechenland, Frankreich und Zypern mit der Türkei über deren Intervention in Libyen und deren Pläne zur Erdöl- und Erdgasexploration im östlichen Mittelmeer streiten.

In der Erklärung der ägyptischen Armee heißt es: „Die Ausbildung umfasste viele Ausbildungsaktivitäten professioneller Art, die sich auf Methoden zur Organisation der Zusammenarbeit bei der Durchführung von Kampfeinsätzen im Meer gegen feindliche Marineformationen mit dem tatsächlichen Einsatz von Waffen im Kampf gegen Boden- und Luftziele sowie die Durchführung von Konfrontationskämpfen unter Einsatz von Flugzeugen konzentrierten.

In der Erklärung hieß es: „Die Ausbildung zeigte die Professionalität der Schiffsbesatzungen bei der Durchführung von Kampfeinsätzen mit Genauigkeit und hoher Effizienz, wobei der Schwerpunkt auf gemeinsame Koordinationspunkte zwischen allen gemeinsamen Elementen gelegt wurde.

Sie fügte hinzu: „Diese Übungen stehen im Rahmen der Unterstützung der Pfeiler der gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen den ägyptischen und französischen Streitkräften und der Ermittlung der neuesten Kampfsysteme und -methoden in einer Weise, die dazu beiträgt, die Fähigkeiten und Kampf- und Einsatzerfahrungen zu verfeinern und die Bemühungen um Sicherheit, Stabilität und Frieden auf See im Mittelmeer zu unterstützen“.

Unterdessen veröffentlichte das türkische Verteidigungsministerium am selben Tag, Samstagabend, einen Videoclip über seine eigenen Militärübungen im östlichen Mittelmeerraum inmitten der erhöhten Spannungen wegen der Libyenkrise.

Das Verteidigungsministerium twitterte, dass „türkische Kampfjets am vergangenen Donnerstag, dem 23. Juli, eine Trainingsübung im östlichen Mittelmeer durchgeführt haben“, ohne nähere Angaben zu machen.

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Der Sprecher des türkischen Rräsidenteb, Ibrahim Kalin, sagte vorhin, sein Land wolle alle natürlichen Ressourcen im östlichen Mittelmeerraum gerecht teilen und wies darauf hin, dass die Türkei Briefe mit Drohungen nicht akzeptieren werde.

Er sagte, dass „die Entsendung ägyptischer Streitkräfte nach Libyen zusätzlich zu der Unterstützung, die Frankreich Haftar gewährt, ein gefährliches militärisches Abenteuer wäre und die Sicherheit der Nordatlantikvertragsorganisation (NATO) bedroht… Wir sind nur hier, um unsere Rechte zu schützen… Wir akzeptieren weder die Sprache der Drohungen noch die Androhung von Sanktionen“.

Offenbar ist keine Seite zu Zugeständnissen bereit. Vielmehr wird mit Drohgebärden und dem zeigen von Macht und Stärke versucht, die Kontrahenten einzuschüchtern. Schon ein kleiner menschlicher Fehler genügt, um einen größeren militärischen Konflikt auszulösen.

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